Weingut Müller Erben

Das richtige Weinglas

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Das richtige Weinglas – Kultur, Kunst oder Spinnerei?

Da staunen sogar die Fachleute: wie die Fachpresse berichtet hat Riedel, die traditionelle Glasmanufaktur aus Kufstein, mittlerweile für über 100 (!) der meistkonsumierten Weiß- und Rotweintrauben eine eigene Glasform kreiert. Ein universales Glas ist nicht dabei, die Form und Größe hängt von der DNA der Traube ab. Da ist es ja dann wirklich von Vorteil wenn man eine Lieblings-Rebsorte hat …

Natürlich kann man auch als ausgesprochener Weinliebhaber nicht über hundert Glasformen in der Vitrine aufbewahren, aber ein „weinfreundliches“ Glas ist bei regelmäßigem Genuss doch zu empfehlen. Also ein hauchdünnes Stielglas ohne Farbe, Gravur und Dekoration, in „Eiform“, das unten bauchig ist und sich nach oben verjüngt. Daraus lässt sich Weiß- oder Rotwein und im Notfall auch mal ein Wasser trinken.

Wer es professioneller möchte, legt sich für Weißweine ein langstieliges Glas mit einer typischen Tulpenform zu – darin kommen fruchtige Sorten mit intensivem Aroma sehr gut zur Geltung. Für Rotweine, körper- und gerbstoffreiche Gewächse, empfiehlt sich ein rundes Burgunderglas, dessen bauchige Form dem Wein und dessen Inhaltsstoffen viel Bewegungsfreiheit schenkt. Bei Sektgläsern sollte man unbedingt auf eine schlanke Form und den Moussierpunkt im Glasboden achten: dort bricht sich die Kohlensäure und die feinen Perlen können aufgereiht aufsteigen und das Aroma des Sektes länger halten.

Eines gilt indes für alle Glasformen: das Glas niemals voller gießen, als bis zur weitesten Stelle der bauchigen Öffnung. Und beim Gläserkauf bitte nicht knausern – nur ein gutes Glas ermöglicht den perfekten Weingenuss.

 

Viel Vergnügen beim „Schwenken, Riechen, Schmecken“!